Stutzen und Durchputzen
Stutzen und Durchputzen der Pflanzen haben als Pflegemaßnahme eine ganz besondere Bedeutung.
Im Gegensatz zu den zuvor aufgelisteten Arbeiten, bei denen ja auch teilweise gerdezu mechanisch gearbeitet werden kann ,ist es bei dieser Arbeit im starken Maße notwendig auf die Pflanze zu reagieren.
Diese Art zu arbeiten ist eine der Besonderheiten und resultiert aus dem ganz besonderem “Werkstoff” des Gärtners, der Pflanze.
Die Qualitäten die diese Arbeit erfordern liegen somit auch teilweise anders geartet, als beispielsweise beim Assäen, Pikieren usw.
Dieses bedeutet nicht, daß nicht Feinmotorik, Auge-Hand oder Hand-Hand Koordination gefordert sind. Eher kommen zudem neue Anforderungen hinzu. Konzentration auf die einzelne Pflanze und eine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sind solche Aspekte. Aber auch die abwägende Beurteilung, sowie die Entscheidung sind gefragt.
Nun zum Arbeitsablauf:
1. Stutzen
Stutzen bedeuten, die Pflanzentriebe einzukürzen, um damit ein buschigeres Wachstum zu fördern. Da dieses natürlich immer eine Verletzung der Pflanze bedeutet, heißt es wie immer sehr genau vorzugehen, und die Verletzung durch ein scharfes Messer oder ein sauberes Abknipsen möglichst gering zu halten.
Sollen die abgestutzten Triebe später für die Stecklingsgewinnung genutzt werden, so ist auf eine entsprechende Größe zu achten.
2. Durchputzen
Das Durchputzen bedeutet, die Pflanze von abgestorbenen, kranken oder überflüssigen Trieben zu befreien um sie so gesund zu erhalten.
Dabei geht man auch in dieser Reihenfolge vor, also
1. Entfernen toter Teile
Die abgestorbenen Teile werden bis in den gesunden Teil hinein sauber abgetrennt.
2. Entfernen kranker Teile
Gelbe Blätter, von Schädlingen stark in Mitleidenschaft gezogene Pflanzenteile, abgequetschte und geknickte Triebe und Blätter werden entfernt. Hierbei wird ebenso bis in den gesunden Teil hinein abgeschnitten
3. Wuchsformung
Diese Pflegemaßnahme betrifft quer wachsende oder zu dicht stehende Äste. Ein besonderer Fall ist es, wenn es darum geht eine besondere Wuchsform, zum Beispiel ein Hochstämmchen zu erziehen.
Zuletzt wird noch der Erdbereich des Topfes gründlich von braunen Blättern oder ähnlichem gereinigt, dann ist die nächste Pflanze an der Reihe.