Ein Modell der sozialen und therapeutischen Gartenkultur
Vorab :
Der folgende Text ist eine Übersetzung von Herrn Dr. Fritz Neuhauser aus Wien . Garten-Therapie.de bedankt sich noch einmal ausdrücklich für diese Arbeit. Der Origiginaltext “ Growing Together - promoting social inclusion, health and well-being for vulnerable adults through the use of horticulture and gardening “ ist im Internet über folgenden Link zu finden : http://www.lboro.ac.uk/departments/ss/growingtogether/Figure_1.htm und wurde uns freundlicherweise zur Publikation durch thrive zur Verfügung gestellt. Danke auch dafür.
Garten-Therapie.de hofft auch gerade mit diesem Blick über die Grenzen hinweg die Diskussion um das Thema der Gartentherapie bereichern zu können.

Zusammen Wachsen-Förderung von sozialer Inklusion, Gesundheit und Wohlbefinden für fragile Erwachsene durch den Einsatz von Pflanzenbau und Gärtnern
Ein einfaches Modell der sozialen und therapeutischen Gartenkultur
Aus unseren Untersuchungen der Literatur zu sozialen und therapeutischen Gartenkultur und den verwandten Arbeiten, die sich mit Umweltpsychologie beschäftigen, haben wir ein einfaches Modell erarbeitet, das die wichtigsten Aktivitäten, Prozesse und Resultate abgeleitet von den erreichbaren Befunden.
An der Basis dieses Modells finden sich die grundlegenden Fundamente, welche die angeborene Reaktionsweise auf die natürliche Umgebung bestimmen.
Der Ursprung dieses Reaktionsmusters ist noch Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Er mag evolutionär bedingt sein; er mag erlernt sein oder auch erworben. Aber wie auch immer er bedingt ist, so fördert er sowohl die passive Wahrnehmung der Landschaft und die aktive Teilnahme am Pflanzenbau und beim Gärtnern.
Innerhalb der Unterteilung von "aktiv" und "passiv" gibt es eine Reihe von wesensverwandten Prozessen und Aktivitäten, welche einerseits Rehabilitation, Akzeptanz und Inklusion ermöglichen und andererseits auch zu Ruhe, Frieden und Spiritualität führen.
Diese sind als zwei klar getrennte Bereiche repräsentiert - aber nichtsdestoweniger hängen diese zusammen.
Der Grund für die Trennung ist dass die ersteren, Rehabilitation, Akzeptanz und Inklusion, häufig als Ziele aktivierender Programme angestrebt werden, währenddessen das passive Aufnahmen von Natur oft mit Ruhe, Frieden und Spiritualität assoziiert werden.
Diese Trennung ist keine absolut fixe Regel in irgendeiner Weise, aber ein Versuch die Unterschiedlichkeit der Zielsetzungen der unterschiedlichen Programme herauszustreichen.
Diese beiden Gruppen von Merkmalen erweisen sich insofern zusammenhängend, als man von der einen in die andere hinüberleitet und umgekehrt. In den meisten Fällen wird ist dieser Wechsel angestrebt, wünschenswert und beabsichtigt; Akzeptanz und Inklusion (Eingebundensein) soll zu einem Gefühl von Frieden und Ruhe führen.; und dieser Friede und diese Ruhe können wiederum Schritte bedeuten in Richtung Akzeptanz, Eingebundensein und Rehabilitation.
Die letzte Komponente dieses Modells ist die Gesundheit und Wohlbefindens, auf der höchsten Stufe.
Das ist das herausragende Ziel von sozialer und therapeutischer Gartenkultur und umfasst den Großteil aller Interpretationen von des Begriffes von Lebensqualität.
www.growingtogether.org.uk