Gartentherapie im DRK-Seniorenheim Barrien

Gartenprojekt seit März 1991

Ca. 40 Heimbewohner betreuen innerhalb des Gartenprojektes einen kleinen Blumen- und Gemüsegarten . Außerdem versorgen sie einige Kaninchen und Meerschweinchen.

Für Rollstuhlfahrer gibt es Hochbeete

Im Frühjahr 2002 sollen noch Ziegen dazu kommen

Über Ziele und Beweggründe dieses Gartenprojektesinformiert der folgende Auszug aus dem Konzept und der leistungsbeschreibung des DRK-Seniorenheimes Barrien:


Die psychosoziale Betreuung hat in unserem Haus einen hohen Stellenwert. Die Mitarbeiter/innen sind bemüht, nicht nur auf die körperlichen, sondern auch auf die seelischen Bedürfnisse der Bewohner einzugehen. Die Mitarbeiterinnen versuchen in der ersten Eingewöhnungsphase einen guten Kontakt zum Bewohner herzustellen und möglichst viel über die Lebensgewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen zu erfahren.

Unterstützt wird das Personal des Hauses darin von den Mitarbeiterinnen, die für den sozialen Bereich eingestellt wurden. Sie stehen koordinierend zur Seite, geben konkrete Hilfen zur Integration und helfen bei besonderen Schwierigkeiten.

Dank vieler verschiedener Angebote (Gruppenaktivitäten, Wohnbereichsfeste, Ausflügen, Feiern) sollen die Kontakte der Bewohner untereinander verbessert werden. Außerdem ist es uns sehr wichtig, die Aktivität und Kreativität jedes einzelnen Bewohners zu fördern, und der Entstehung von Passivität und Depressivität vorzubeugen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich zu betätigen. sei es im Garten, in der Koch- und Backgruppe oder beim Basteln. Wir erleben, daß durch die vielfältigen Aktivitäten das SeIbstwertgefühl und Wohlbefinden der Bewohner verbessert wird, und demente Bewohner durch Aktivitäten am Tage, leichter zu einem normalen Tag Nacht-Rhythmus zurückfinden.

Ein Schwerpunkt unserer Aktivität im Haus ist das "Gartenprojekt". Da wir einen weitläufigen, schönen Park besitzen, gibt es viele Möglichkeiten für die Bewohner, sich draußen zu betätigen (spazieren gehen, Kaninchen füttern, Blumenkästen pflegen, das Gedeihen der Pflanzen im Gemüsegarten beobachten, oder darin helfen, Kaffee trinken auf der Terrasse.

Das Gartenprojekt soll dazu beitragen, daß Bewohner sich nicht wie in einem "Krankenhaus" , sondern wie "zu Hause" fühlen können, und den heilsamen Kontakt zur Natur nicht verlieren.

Dank des Kontaktes zu den natürlichen Jahresrhyhtmen, und dadurch zur äußeren Umwelt, wird gleichzeitig das Zeitgefühl und der Orientierungssinn verbessert.

Aus all diesen Gründen ist der Garten fest in das Konzept der psychosozialen Betreuung eingebunden.

Die Leitung des Gartenprojektes liegt bei der Sozialpädagogin und Gärtnerin Johanna Menke sowie der Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes Ute Hopp-Meyer.


Anschrift

DRK-Seniorenheim Barrien
Heimleiter : Herr Richter
Barrier Straße 42-44
28857 Syke-Barrien
Tel. 04242 / 7226 Fax 04242 / 7944


Der Bericht zum NDR -Artikel - Quelle: http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID1396842,00.html

Garten als Therapie: Grün macht gesund und glücklich

Gartenarbeit in der Altenpflege - für die Bewohner des Pflegeheims Barrien bei Bremen bedeutet ihr Garten weit mehr als nur Zupfen von Unkraut.

Der Umgang mit Blumen und Pflanzen macht ihnen Spaß, hält gesund und beweglich, stärkt das Verantwortungsbewußtsein und fördert Kontakte und Begegnungen auf eine ganz zwanglose Art.

Die Tätigkeiten im Garten sind den alten Menschen oft seit langem vertraut: Kartoffeln pflanzen, Tomaten umtopfen oder Geranien gießen. Durch die Arbeit im Grünen haben die meisten Senioren das Gefühl, noch eine Aufgabe im Leben zu haben. Denn: Der Wunsch nach einer sinnvollen Betätigung und einem lebenswerten Umfeld besteht auch nach dem Umzug in ein Altenpflegeheim. Doch der Alltag in einer solchen Einrichtung ist oft geprägt von Monotonie, geistiger und körperlicher Unterforderung sowie dem Verlust an Freiheit und Privatsphäre.

Ein Garten ermöglicht, das Leben weiterhin zu "erleben" und zu begreifen: Das Gefühl von Sonne und Wind auf der Haut, das Wechselspiel von Licht und Schatten, der Geruch von Blumen, Gräsern und Kräutern. Vor allem Demenzkranken kann die Gartenarbeit beim Abbau von Ängsten und Unsicherheiten helfen. Der Garten bietet ihnen eine sichere Umgebung, in der sich bewegen können, ohne Angst vor Orientierungslosigkeit haben zu müssen. Auch das Wiedererkennen von Pflanzen gibt den Betroffenen häufig etwas von ihrer bereits verloren geglaubten Sicherheit und inneren Ruhe zurück.

Bevor jedoch in Barrien die Gartensaison beginnt, wird zunächst der Tetanusschutz der Bewohner überprüft. Denn: Tetanus-Infektionen entstehen häufig über kleine, verunreinigte Wunden bei der Gartenarbeit. Handschuhe reichen oft als Schutz nicht aus. Die Impfung sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden, die Kosten übernimmt die Krankenkasse.


Workshop zur Gartentherapie:

Gartentherapie im Altenheim



Liebe Gartenfreunde! Nach mehreren Anfragen möchten wir allen, die sich für , Gartentherapie im Altenheim' interessieren, die Möglichkeit geben, sich vor Ort ein Gartenprojekt anzuschauen und sich gleichzeitig über andere Projekte zu informieren und auszutauschen. Falls es noch Anregungen und Vorschläge für die Arbeitskreise gibt, freuen wir uns darüber.

Im Auftrag des Vorbereitungsteams, Johanna Menke (Sozialpädagogin / Gärtnerin)

Vorläufiges Programm

Freitag, 2.9.
13.00 Uhr: Begrüßung und Kennen lernen, Vorstellung des Gartenprojektes im Barrier Altenheim (Dias)

15.45 Uhr: Thema: Tiere im Altenheim

16.30 Uhr: Führung durch die Einrichtung mit Bewohnern

18.00 Uhr: Abendbrot

19.30 Uhr: Vorstellung des Gartenprojektes des Wildeshauser Kreisaltersheimes

20.30Uhr: Möglichkeit zum gemütlichen Austausch


Samstag, 3.9.
9-12 Uhr: mögliche Arbeitskreise :
       1. Auf kleinstem Raum ist Platz für das Leben aus dem Garten

       2. Gartentherapie mit dementieil veränderten alten Menschen

       3. Gartentherapie - und seine wissenschaftliche Erforschung

       4. Finanzierungsmöglichkeiten — Überwindung von sonstigen Hindernissen

       5. Welche Pflanzen sind für eine Gartentherapie im Altenheim geeignet?

       6. Gartentherapie - auch für Schwerstpfle-gebedürftige und Bettlägerige?

       7. — ^

       *- - -

12.00 Uhr: Mittagspause

14.30 Uhr 15.30 Uhr 16.00 Uhr

13.30 Uhr: Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Plenum

Ab schlußgespräch Kaffeetrinken Offenes Ende


Anschrift :

DRK - Seniorenheim Barrien
z. Hd. Frau Menke
Barrier Str. 42
28857 Syke / Barrien